Wie alles begann

Als Gert-Michael Schälike geboren wurde, war neben ihm ein anderer Junge zur Welt gekommen, dessen Mutter bitterlich weinte und ihren Kopf unter der Bettdecke verbarg. Um ihr Bett standen Ärzte, beschimpften sie und forderten irgend etwas von ihr.

HistorieDie Mutter Gert-Michaels, die als Ausländerin in Kyrgyzstan lebte, wollte verstehen, was vorging. Zu ihrem Entsetzen und Erstaunen erfuhr sie, dass von ihrer Zimmernachbarin gefordert wurde, sich mit ihrer Unterschrift von ihrem eben erst geborenen Kind loszusagen, nur weil es behindert war.

Die Mutter des Knaben, der Denis hieß, fand in sich den Mut, nicht so zu handeln, wie man es von ihr erwartete.

Karla-Maria Schälike, die Mutter von Gert-Michael, erfuhr später, was für ein schweres Schicksal die Eltern und ein Kind, wenn es behindert ist, erwartet. 
Diese Kinder sind von der Gesellschaft völlig isoliert, und ihr Schicksal interessiert kaum jemanden. Denn nachHistorie den geltenden Vorschriften und Gesetzen werden sehr viele behinderte Kinder als bildungsunfähig eingestuft, was ihnen den Weg nicht nur in die Kindergärten und Schulen, sondern auch in jede Form von Sonderschulen versperrt.

Als Gert-Michael starb, beschloss seine Mutter, dass sie diesen Kindern mit deren schweren Problemen sie bei der Geburt ihres Sohnes in Berührung kam, helfen wolle. Aber bald zeigte es sich, dass der Wunsch, die Entschlossenheit und die materielle Hilfe allein für diese Kinder zu wenig sind. Mascha, mit der Frau Schälike als einer der ersten behinderten Kinder zu arbeiten begonnen hatte, starb im Internat. Und da verstand Karla-Maria Schälike: damit diese Kinder in Kyrgyzstan überleben können, muss man in den Herzen der sie umgebenden Menschen die Hoffnung wecken, die die Geburt eines jeden Kindes begleitet.

So wurde das Kinderzentrum "Ümüt-Nadjeschda" (zu deutsch "Hoffnung") gegründet, wo die Erwachsenen den Kindern helfen, zu singen, zu malen, zu lernen und fröhlich zu sein, so wie es alle Kinder auf der ganzen Welt tun und sind.

Historie

17.09.89 Gründung mit 28 ehrenamtlichen Mitarbeitern.

1991       Der kirgisische Schriftsteller Tschingis Aitmatov wird Ehrenpräsident des Kinderzentrums Nadjeschda

1991       Nadjeschda wird assoziative Partnerschule der UNESCO

1992       Schenkung eines Häuschens im Nachbarort Kök-Schar.

               Kleines Werkstattgebäude wird gestiftet vom Fonds Mitterand

1997       Erwerb eines Werkstatt- und Bürogebäudes. Schenkung des Ferienhäuschens am Issyk Kul See

2000       Einweihung des neuen  Schulhauses (Projekt des deutschen Bundesministeriums für Zusammenarbeit)

2001       Errichtung des 2.Stockes des neuen Schulgebäudes – ein UNICEF-Projekt.

2002       Eröffnung des Janusz-Korczak-Zentrums für Erziehungskunst.

2002       Eröffnung einer zweiten Wohngruppe und des  Kindergartens mit Hilfe der Deutschen Botschaft.

2003       Schenkung von zwei Wohnbaracken für die Jugendliche.

2003       Gründung einer Stiftung für das Kinderzentrum Nadjeschda bei der GLS-Bank in Deutschland

2004       Erstes Forum und Seminar zur Waldorfpädagogik für den zentralasiatischen Raum

2005       Nominierung von K,-M. Schälike zum Nobelpreis im Rahmen des Projektes 1.000 Frauen für den Frieden.

2006       Projekt und Bau des Integrativen Kindergartens in Örnök am Issyk Kul See

2008-09  2-jähr. Seminar zur Ausbildung von Heilpädagogen im Kinderz. Nadjeschda durch den Fond Soros.

2009       Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Karla-Maria Schälike.

2009       Große Feierlichkeiten in Deutschland und Bischkek anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Nadjeschda.

2010       Kinderzentrum Nadjeschda „Resourcenzentrum der SOROS-Foundation für Kyrgyzstan.

2011       Verleihung des Ordens 'Danaker' an K.-M. Schälike für ihre erfolgreiche Arbeit. 

2016      Anlässlich des Norus Festes das erste inklusive Theaterprojekt in Kyrgyzstan.

2017      Verleihung einer UNESCO Urkunde an Nadjeschda in Wien.

 Wie alles begann

Hier finden Sie die ausführliche Lebensgeschichte von Karla-Maria Schälike und die Entstehung von Nadjeschda